For faster navigation, this Iframe is preloading the Wikiwand page for Tornado am Pfingstmontag.

Tornado am Pfingstmontag

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Ehemalige Papierfabrik Großenhain mit dem beim Tornado eingestürzten Schornstein (Höhe vor Einsturz 96 Meter)[1]
Zerstörungen im Seifersdorfer Tal
Zerstörungen an der Niedermühle im Seifersdorfer Tal

Tornado am Pfingstmontag ist die inoffizielle Bezeichnung für ein Unwetterereignis am 24. Mai 2010 in Brandenburg und Sachsen in der Region nördlich von Dresden. Jedoch war es kein einzelner Tornado, sondern eine Tornadoserie, begleitet von mehreren Downbursts (Gewitterfallböen). Das Ereignis stand im Zusammenhang mit schweren Gewittern am Nachmittag des Pfingstmontags 2010.[2]

Die Spur des Unwetters war etwa 80 bis 100 km lang, von Nordwesten aus kommend. Wegen der langen Schadenspur ging man zunächst von einem Rekord aus; man vermutete die bisher längste Schneise eines einzelnen Tornados in Deutschland.[3] Das Ereignis trat etwa zwischen 15:00 und 16:20 Uhr auf. Die Stärke betrug F2, möglicherweise auch F3 auf der Fujita-Skala.[4][5][2] Die Windgeschwindigkeiten betrugen demnach bis ungefähr 300 km/h.[6] Örtlich dauerte das Ereignis jeweils nur etwa 15 Minuten.[7]

Er führte insbesondere in Großenhain sowie weiteren Ortschaften des Landkreises Meißen und des Landkreises Elbe-Elster zu Schäden. Es gab ein Todesopfer, etwa 50 Verletzte und erheblichen Sachschaden. Etwa 3.000 Gebäude wurden beschädigt.[6] Der Schaden betrug mehr als 100 Millionen Euro.[7]

Nach Angaben des Staatsbetriebes Sachsenforst waren die Forstbezirke Taura, Dresden und Neustadt mit einer Waldfläche von 94.161 ha betroffen. Auf einer Schadfläche von 2.473 ha entstand eine Schadmenge in Höhe von 158.000 Erntefestmetern.

In Mühlberg wurden etwa 300 Häuser beschädigt.[8]

Insbesondere Großenhain war schwer betroffen. Allein der Schaden an den Großenhainer Baudenkmälern bezifferte sich auf 10 Millionen Euro. Zwei Drittel der Straßenbeleuchtung wurden beschädigt. Der 18 ha umfassende Waldpark Kupferberg, der 40 ha große Stadtpark und der Park in Walda wurden vernichtet. Der Gartenschaupark verlor die Hälfte des Baumbestandes, der Großenhainer Friedhof 90 % seines Baumbestandes. 85 ha der Kleinraschützer Heide waren dem Erdboden gleich. Im Großenhainer Ortsteil Kleinthiemig wurden 80 % der Häuser abgedeckt.[4] Ein Kind starb, nachdem ein umstürzender Baum in Großenhain auf das Fahrzeug gefallen war, in dem es sich befand.[3]

Schwere Zerstörungen richtete der Tornado auch in der Region Radeberg an, besonders im Seifersdorfer Tal, in der Landwehr, in Friedrichstal und im Hüttertal. Ebenfalls betroffen waren die Stadtrandsiedlung Am Taubenberg sowie das angrenzende Waldgebiet in Richtung Wallroda, hier besonders am Schafberg und am Hutberg. Dem Sturm fielen zahlreiche Bäume zum Opfer, und die Gebiete waren wochenlang nicht begehbar.[9][10]

Commons: Tornado am Pfingstmontag – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Jörg Mosch: Großenhain – Schornstein als Tornado-Denkmal in Sächsische Zeitung vom 5. Juni 2010
  2. a b Analysebericht von Meteomedia (Memento vom 24. November 2010 im Internet Archive)
  3. a b Wetterdienst: „Wahrscheinlich längste Tornadospuren, die es je in Deutschland gab“ (Memento vom 19. Juli 2010 im Internet Archive)
  4. a b wetter24.de: Tornados am Pfingstmontag (Memento vom 1. August 2010 im Internet Archive)
  5. Thomas Sävert: Großenhain (Sachsen), 24. Mai 2010. In: Tornadoliste von Thomas Sävert. 24. Mai 2010, abgerufen am 14. April 2022.
  6. a b @1@2Vorlage:Toter Link/www.ad-hoc-news.deTornado beschädigte mehr als 3000 Gebäude in Großenhain – Schaden beläuft sich auf mindestens acht Millionen Euro (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2022. Suche in Webarchiven)
  7. a b Tornado-Schäden weit höher als 100 Millionen Euro
  8. Windhose in Mühlberg. Tornado-Schäden kosten 20 Millionen Euro.
  9. Sentimentaler Landschaftsgarten im Tal der Großen Röder – Naturschauspiel – Täglich geöffnet. Geschichte des Vereins. Seifersdorfer Thal e.V., abgerufen am 14. April 2022.
  10. Sächsische Zeitung vom 7. Juli 2010. Abgerufen am 23. Dezember 2020.
{{bottomLinkPreText}} {{bottomLinkText}}
Tornado am Pfingstmontag
Listen to this article

This browser is not supported by Wikiwand :(
Wikiwand requires a browser with modern capabilities in order to provide you with the best reading experience.
Please download and use one of the following browsers:

This article was just edited, click to reload
This article has been deleted on Wikipedia (Why?)

Back to homepage

Please click Add in the dialog above
Please click Allow in the top-left corner,
then click Install Now in the dialog
Please click Open in the download dialog,
then click Install
Please click the "Downloads" icon in the Safari toolbar, open the first download in the list,
then click Install
{{::$root.activation.text}}

Install Wikiwand

Install on Chrome Install on Firefox
Don't forget to rate us

Tell your friends about Wikiwand!

Gmail Facebook Twitter Link

Enjoying Wikiwand?

Tell your friends and spread the love:
Share on Gmail Share on Facebook Share on Twitter Share on Buffer

Our magic isn't perfect

You can help our automatic cover photo selection by reporting an unsuitable photo.

This photo is visually disturbing This photo is not a good choice

Thank you for helping!


Your input will affect cover photo selection, along with input from other users.

X

Get ready for Wikiwand 2.0 🎉! the new version arrives on September 1st! Don't want to wait?